Wie es zu diesen Seiten kam und anderes...



Wie es zu diesen Seiten kam...
Wie ich zur Informatik kam...
Wie ich Business Analyst wurde...



Wie es zu diesen Seiten kam...

Im Laufe der letzten Jahre hatte ich bereits mehrfach vor, mir eine Web-Repräsentanz aufzubauen. Allerdings nahm ich mir nie die Zeit. In Frage kamen entweder Themen, mit denen ich mich professionell oder halb-professionell auseinander setze (IT, Investmentprodukte und Strategiemodelle), oder etwas zu meinen persönlichen Interessen.

Nachdem ich festgestellt hatte, dass es in deutscher Sprache offenbar keine Site gab, die die Analysephase zu einem IT-Projekt so darstellte, wie ich es mir vorstellte, fiel die Entscheidung, die Ergebnisse meiner beruflichen Praxis aufzubereiten und im Netz zur Verfügung zu stellen. Ich schrieb also zunächst eine kurze Übersicht über die Themen, die ich behandeln wollte, und fing dann mit dem Abschnitt über die Istaufnahme an. Ich bemerkte recht bald, dass sich diese Arbeit recht positiv auf meinen eigenen Arbeitsstil auswirkte. Bislang hatte ich hauptsächlich mit Checklisten gearbeitet, nun stellte ich erstmalig schriftlich dar, wie ein Anforderungsdokument entsteht. Bei dieser Gelegenheit fielen mir auch einige Schwächen in meiner Arbeitsmethodik auf, worauf ich einige Bekannte und Arbeitskollegen konsultierte, um mir Feedback zu holen. Dieses Feedback floss auch in diese Seiten ein.

Wie ich zur Informatik kam...

Entscheidungen fürs Leben, z.B. die Berufswahl, finden offenbar recht zufällig statt. Bei mir war es nicht besser. Zwar wusste ich bereits im Alter von 8 Jahren, dass ich einmal "Computerprogrammierer" werden wollte, was ein Computer genau war, wusste ich aber nicht. Mit 15 überlegte ich kurz eine Schreinerlehre, überlegte es mir aber wieder anders und besuchte weiterhin die Schule. Mit 17 war ich auf dem sozialen Trip, erwog ein Studium der Sozialpädagogik für etwa drei oder vier Monate, und überlegte es mir abermals anders. Ein Studiengang, der einen einser-Schnitt als Numerus Clausus hatte, dessen Abgänger jedoch keinen Job fanden, konnte nicht die richtige Wahl sein. In der zwölften Klasse schließlich wurde die halbe Schule nach München kutschiert, um dort bei den Einführungstagen der Fachhochschule München einmal reinzuschauen. Im Bus studierte ich die angebotenen Studiengänge und ich blieb bei der Informatik hängen.

Das Studium selbst fiel mir insgesamt recht leicht, und meine Liebe gehörte vom ersten Semester an der Programmierung, Algorithmen und Datenstrukturen. Im fünften Semester erwog ich einen Studienabbruch, da ich keinen rechten Bezug der gelehrten Materie zu mir herstellen konnte. Dank Prof. Dr. Gleich, der mir nachdrücklich erklärte, dass man ein Studium im ersten Semester abbricht, nicht aber, wenn man im Zeitplan schon mehr als die Hälfte hinter sich hat, studierte ich zu Ende.

Wie ich Business Analyst wurde...

Die Vorlesungen über Anwendungsentwicklung hatte ich hauptsächlich in der Datenstation beim Programmieren verbracht, die gute Note war auf jeden Fall unverdient.

Es begab sich bei Viag Interkom im Jahre 1998, als ich mich erstmals als Contractor versuchte. Das tagtägliche Chaos des echten Arbeitslebens (vorher war ich entweder an der Hochschule oder zuhause gesessen) tötete mir den letzten Nerv; VI war dabei nicht besser oder schlimmer als viele andere Unternehmen, es war ganz einfach die echte Welt. Erst versuchte ich mein Glück als Tester, nachdem das fragliche Produkt totgetestet worden war, schrieb ich an einer Fallback-Lösung, die auf Zuruf entstand. Irgendwann nahmen mich Yiannis (mein Business Analyst) und Prakash (der Analytiker vom Nebenprojekt) bei Seite und fragten mich, ob ich nicht selbst von der Entwicklung in die Analyse wechseln will. Ich winkte entsetzt ab und erklärte energisch, dass ich genug von unfähigen Analytikern und Projektmanagern hätte, die den Job nur deshalb machten, weil sie keine Ahnung von der IT hatten. Yiannis und Prakash, beide m.E. herausragende Leute, erklärten darauf, dass ich genau deshalb wechseln sollte. Ich kenne die IT, habe offensichtlich keinerlei Probleme gehabt, in die Fachseite einzudringen, habe die nötigen sozialen Kompetenzen, sei kommunikationsfähig und insgesamt proaktiv. - Die Lobeshymne gab mir den Rest, ich wollte nichts mit der Analyse zu tun haben.

Es kam aber noch schlimmer, denn als ich abermals mein Glück als Entwickler versuchte, hatte ich wieder einmal Pech mit unzureichenden Vorgaben. Ich rekapitulierte mein Berufsleben: Zwar hatte ich bislang alles selbst programmiert, ich hatte aber auch regelmäßig selbst dafür zu sorgen, dass ich die Anforderungen an das Programm aufnehme. Unterm Strich war ich also nicht nur Entwickler, sondern eh schon Analytiker. Was sollte es also? Beim nächsten Job, entschied ich mich, wird alles anders.

Ich wurde dann auch als "all rounder" angeheuert, man kann auch von solutions analyst sprechen, und es war nur eine Frage von wenigen Wochen, bis ich komplett von der Programmierung weg und in die Analyse ging und dort blieb. Als nächstes würde mich noch Qualitätsmanagement interessieren, warten wir's ab!

home - Kontakt - letzter Update 6.11.2003 - Karl Scharbert